DER  FLIESSENDE  ÜBERGANG  VON DER  KITA IN  DIE  SCHULE

 

Bildung beginnt mit der Geburt... Somit ist die Schulvorbereitung aus entwicklungspsychologischer Sicht nicht als isolierter Bereich im letzten Kitajahr zu definieren. Das Verständnis von früher Bildung wird in der aktuellen Hirnforschung bestätigt: Je früher die Kinder ihrer Entwicklungsstufe entsprechend Impulse bekommen, umso mehr werden neuronale Netzwerke gebildet. Wir richten unsere Bildungsarbeit auf diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus. So fördern wir das Kind in seinen Selbstbildungspotenzialen auf der Ebene der Bildungsvereinbarung des Landes NRW  in den Bereichen

  • emotionale Kompetenz
  • soziale Kompetenz
  • kognitive Kompetenz

Unser  Profil  im letzten Kitajahr:  "Die Einstein-Kids in Aktion"

Eher ungewöhnlich in einer Kita...aber besonders effizient...Diese Erfahrungen machen wir seit drei Jahren, als wir Lösungsansätze suchten,  um die Überforderung der jüngeren Kinder und Unterforderung der älteren Kinder in zu großen Gruppen entgegenzuwirken. Die altershomogene Gruppe hat keinen schulähnlichen Charakter, sondern ist gelebter Alltag. 

Die Einstein-Kids treffen sich täglich in der Kernzeit von 9.00 Uhr bis 12.00Uhr im "Einstein-Gruppenraum" im Obergeschoß unserer Kita. Darüber hinaus können die Einstein-Kids in Kleingruppen mehrere Räume gleichzeitig nutzen.

  • das Atelier zum Töpfern und zu vielfältigen kreativen Gestaltungen, um ästhetische Bildung zu erfahren
  • die Piazza zum Ausruhen, Geschichten hören, Bilderbücher betrachten und  mit Musikinstrumenten Klangexperimente zu erleben, um musische und poetische Erfahrungen zu sammeln
  • im Bewegungsraum zum spontanen Bewegungsausgleich, um ganzheitliche Körpererfahrung wie  Konzentration und Koordinationsfähigkeit in Einklang zu bringen

"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt", so formulierte Prof. Einstein einmal. Einstein hatte die Grundhaltung "Jedes Kind bringt eine göttliche Neugier mit, die oft so frühzeitig verkümmert". Zeit seines Lebens konnte er sich seinen kindlichen Wissensdrang bewahren. So sagte er über sich selbst: "Ich habe keine besondere Begabung; ich bin nur leidenschaftlich neugierig".

 

Prof.Einstein erklärt den Einstein-Kids vergleichen und messen sowie die Fehlerkontrolle bei den Montessorimaterialien.

 

 

Unser Ziel: Wir möchten den Kindern diese Neugier bewahren

Dieses Ziel erreichen wir im Rahmen von Projekten. Dabei erwerben die Kinder Vorläuferfähigkeiten

  • Sprach- und Lesekompetenz (Literatur, Theater,  Bildsprache)
  • in der Mathematik (von der Geometrie  bis zur Menge und Zahl)
  • in der Naturwissenschaft ( Forschen und Experimentieren)
  • in den fremden Sprachen (Lieder und Verse)

Exkursionen:  Museen im nahen Umfeld, Pablo Picasso-Museum in Münster, Theater, Reiterhof sowie mit dem öffentlichen Verkehrsbus Zielorte in der näheren Umhebung

"Lernen in Liebe und Freiheit", war der Grundsatz dder italienschen Ärztin und Pädagogin Maria  Montessori. Dabei  erfolgt der ganzheitliche Bildungsansatz in und über das Spiel auch mit dem Einsatz von Montessorimaterialien nach dem Lernprinzip Maria Montessoris "Hilf mir, es selbst zu tun". Unsere Kita verfügt über umfassende Montessorimaterialien,  das sich in seiner Besonderheit von klassischen didaktischen Materialien unterscheidet: Das Material hat jeweils eine eigene Fehlerkontrolle. Diese Besonderheit ermöglicht dem Kind   durch Versuch und Irrtum oder durch Einsicht selbständig sein Lernziel zu erreichen.

Unsere Kita ist  Klimaschutzpreisträger und besonders  in dem Bildungsbereich Naturwissenschaft aktiv.Die Kinder erleben in ihrem Alltag den  verantwortlichen Umgang mit Energien  und tragen zu einem bewussten Umweltverhalten bei.

Unsere Kita und die Grundschule begegnen sich
Beim gemeinsamen Außenspiel gehen die Einstein-Kids auf das Abenteuer-Drachenofengelände. Das naturnahe Gelände verbindet die Kita und Schule. Die Stadt Velen hat uns dieses Gelände zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Hier können die Kinder die ersten Kontakte zur Grundschule knüpfen.
 
Die Ausgestaltung des Geländes  entstand in Zusammenarbeit zwischen Kitakindern und Grundschülern sowie Jugendlichen der Kirchengemeinde im Rahmen einer 72Std.Aktion. Es wurde unter der Leitung des Künstlers Heiner Szamida gemeinsam von Kitakindern und Grundschülern mit einem Drachenlehmofen und einem Amphitheater ausgestaltet. Das Gelände ist verstärkt zu einem Begegnungs-und Kommunikationsort für die Kinder der Schule und unserer Kita geworden: Ein Platz der Kontaktpflege zwischen Kita und Grundschule, zum Toben, auf Bäume klettern, zum Träumen und zur Weiterführung von Projektinhalten und Unterrichtsstunden der Schule.